Tacx Satori Smart Test

Test Tacx Satori Smart – Günstig und gut?

Ich benutze in der Winterzeit hauptsächlich den Tacx Vortex Smart als Rollentrainer der Wahl. Da ich in letzter Zeit viel unterwegs bin und der Vortex immer bei mir zuhause aufgebaut steht, wollte ich einen Ersatz anschaffen, den ich mal schnell ins Auto packe, wenn ich ein paar Tage mal nicht zuhause bin. So kann ich auch unterwegs das Rollentraining mit Zwift genießen 🙂 Daher puste ich mit diesem Artikel „Test Tacx Satori Smart – Günstig und gut?“ mal meine Erfahrungen zu dem guten Stück in die Atmosphäre…

Test Tacx Satori Smart

Nach etwas Recherchearbeit bin ich auf den Tacx Satori Smart gestoßen. Er kostet um die 200 – 300€ , für einen smarten Rollentrainer also ein attraktiver Preis. Da ich schon einen Rollentrainer von Tacx nutze, habe ich bis jetzt gute Erfahrungen mit der Marke gemacht. Also why not, dachte ich mir?! Nur warum es genau dieses Modell sein sollte, das versuche ich euch nun zu erläutern.

Test Tacx Satori Smart – Technische Details zum smarten Budget Rollentrainer

Der Tacx Satori Smart hat im Gegensatz zu seinen teureren Brüdern keine elektrische Bremse, sondern einen magnetischen Widerstand, der per Schwungrad hergestellt wird.
Der Widerstand an sich kann an der kabelgebundenen „Fernbedienung“ geregelt werden.
Die teureren Modelle regeln den Widerstand automatisch, das kann der Tacx Satori Smart nicht. So was sollte man wissen.
Trainiert man mit Trainingsprogrammen wie Zwift und Konsorten, dann muss man den Widerstand manuell anpassen.

Test Tacx Satori Smart

Dies ist für mich persönlich nicht weiter schlimm, jedoch kann man gewisse Trainings dann nur bedingt durchführen. Will man z.B. ein FTP-Training absolvieren, welches darauf basiert, in gewissen Zeitabständen immer einen gewissen Wert an Widerstand (in Watt) abzuleisten, dann regelt ein teurerer Rollentrainer mit elektrischer Wirbelstrombremse den Widerstand hier automatisch.
Sehr bequem!
Das geht mit dem Tacx Satori Smart nicht.
Ebenfalls wird der Widerstand nicht schwerer oder leichter, wenn ein Berg oder eine Abfahrt simuliert wird.

Als ich mit dem Rollentraining angefangen habe, so war das für mich einer der entscheidenden Punkte, warum ich zu einem Modell mit elektrischer Bremse gegriffen habe und knapp 100€ im Vergleich zum Satori Smart draufzahlte.
Mittlerweile ist die automatische Regelung des Wiederstandes zwar ganz nett, aber ich komme auch sehr gut ohne aus. Warum ist das so?

Am Anfang habe ich in Zwift immer nur Trainings absolviert, die mit automatisch geregelten Widerständen das Training für mich spannender gestaltet haben. Ich musste runterschalten, wenn ein Berg anstand und hochschalten, wenn es wieder bergab ging.
Das hat mir wirklich recht viel Spaß und Abwechslung bereitet.
Das hat sich mit der Zeit geändert. Ich habe im Zwift die automatische Anpassung des Wiederstandes nur noch bei FTP-Trainings aktiv. Und die absolviere ich eher selten.

Jetzt bin ich froh, wenn der Widerstand möglichst immer gleichbleibend ist und ich nicht so viel rumschalten muss. Es nervt mich fast sogar. Zudem nutzt sich so die Kassette und die Kette nicht so schnell ab, da ich bewusst immer ein anderes Ritzel auf der Kassette befahren kann. Damit ist die Abnutzung auf allen Ritzeln viel gleichmäßiger. Aber das nur am Rande.

Verbunden wird der Tacx Satori Smart entweder per Bluetooth oder per Ant+. Das funktionierte bei mir direkt problemlos. Bei der ersten Nutzung hab ich nicht gecheckt, dass man auf die Leuchtdiode am Schwungrad drücken muss, damit der Satori Smart angeht. Wer liest schon Anleitungen… Tzz…
Lernen durch Schmerz 😉

Eine Besonderheit beim Tacx Satori Smart ist im Vergleich zu den Modellen mit elektrischer Bremse mit Sicherheit die nicht vorhandene Notwendigkeit eines Stromanschlusses.
Der Tacx Satori Smart versorgt sich selbst durch die Bewegungsenergie mit Strom. Auf Reisen echt geil! Immer eine Steckdose in der Nähe haben zu müssen ist umständlich.

Nachteile des Tacx Satori Smart

Wie schon angesprochen hat der Tacx Satori Smart keinen elektrisch geregelten Widerstand.
Das bedeutet, dass der Name „Smart“ ein zweischneidiges Schwert ist.
Klar – der Tacx Satori Smart überträgt per Bluetooth die Geschwindigkeit, die Leistung und die Trittfrequenz – sehr smart!
Nicht ganz so smart ist die automatische Anpassung des Widerstandes, der nicht vorhanden ist.
Man muss per Kabelfernbedienung hier den gewünschten Widerstand selbst einstellen.
Wer viel Wert auf realistisches Training legt und gerne beim Training auch mal schalten will, der sollte eher zu einem höherpreisigen Modell mit elektrischer Bremse greifen. Ich habe ja schon gesagt, dass ich mit der Zeit aufgehört habe, die automatische Anpassung wirklich zu nutzen.
Man kann definitiv auch ohne leben – IMHO.

Test Tacx Satori Smart

Vorteile des Tacx Satori Smart

Hier habe ich überraschend wirklich viel Content!
Gute Verarbeitung und Stabilität bin ich ja von Tacx gewohnt – abgefrühstückt!
Ein weiterer großer Vorteil ist mit Sicherheit, dass der Tacx Satori Smart nicht an den Strom angeschlossen werden muss. Er kann sich selbst mit dem benötigten Strom versorgen. Komfort pur! Aufstellen und sofort losdüsen.
Was ich aber als größten Pluspunkt an dem guten Stück bemerkt habe, ist die geringe Geräuschentwicklung.
Elektrische Bremsen (wie beim Vortex) sind schon etwas laut – das haben mir meine Nachbarn das ein oder andere Mal bestätigt 😉
Da der Tacx Satori Smart aber hat einen magnetischen Widerstand, der wirklich WIRKLICH leise ist!
Ich muss dazu sagen, dass ich zu dem Tacx Satori Smart immer einen Trainingsreifen von Tacx nutze, um genau zu sein, dieses Modell:

Einen normalen Straßenreifen sollte man nicht verwenden, da der gesteigerte Abrieb und die Geräuschentwicklung sonst erhöht ist. Aber mit einem speziellen Trainingsreifen für Rollentrainer (gibt auch ein Modell von Schwalbe, welches ich auf dem Vortex nutze), ist der Tacx Satori Smart meiner bescheidenen Meinung nach einer der leisesten Rollentrainer auf dem Markt. Ich habe das noch nie genau nachgemessen, aber subjektiv ist er nicht mal halb so laut, wie ein Modell mit elektrischer Bremse. Sehr geil!

Was sollte man an Zubehör besitzen?

Hier kann man sich natürlich zügeln und loslassen.
Wie in meinem anderen Artikel zum Vortex würde ich auch hier eine Trainingsunterlage und einen speziellen Reifen für das Indoor-Training empfehlen. Zusätzlich braucht man auf jeden Fall (!) einen Ventilator.

Ich benutze in meinem Setup hier einen Dyson Cool Tower (ebenfalls sau leise) – in meinem anderen Artikel zum Vortex nutze ich Zuhause allerdings eine AEG Windmaschine.
Dann braucht ihr ggf. noch einen Ant+ Stick für den Rechner oder ggf. noch eine Halterung für ein Tablet, wenn ihr Zwift (oder eine andere Trainingssoftware) auf dem Tablet nutzt.

Dazu kann man natürlich auch noch einen Pulsmesser, etc kaufen.
In meinem Artikel zum Tacx Vortex Smart habe ich mich etwas genauer mit dem passenden Zubehör beschäftigt, ihr findet den Artikel hier.

Fazit – Test Tacx Satori Smart

Wie fang ich hier am besten an?
Der Tacx Satori Smart ist wirklich super. Gerade für den Einsatz unterwegs ist das Ding wirklich praktisch. Da ist der Transport vom Rennrad deutlich aufwendiger (zum Glück hab ich einen Kombi)!

Besonders praktisch ist die Tatsache, dass kein gesonderter Stromanschluss in der Nähe sein muss. Zudem ist der Tacx Satori Smart sehr leise.
Einzig der nicht automatisch geregelte Widerstand ist ein Manko.
Aber für den Preis sicherlich verschmerzbar.

Wer einen günstigen smarten Rollentrainer sucht, um damit z.B. bei Zwift zu fahren, macht hier aus meiner Sicht nix falsch.
Preis gut – Qualität gut – Funktion gut- Punkt.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel einen guten Überblick über das Einstiegsmodell bei smarten Rollentrainern aus dem Hause Tacx geben.

Kette rechts 😉

Viele Grüße
Hans

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