Oculus Rift staunen

Test Oculus Rift + Touch Bundle

Ich habe mir im Amazon Black Friday Sale das Oculus Rift + Touch Bundle bestellt.
Der Einstieg in die VR-Welt ist aus meiner Sicht am besten mit der Oculus Rift möglich, da sie das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Ursprünglich hat das Oculus Rift + Touch Bundle ja mal 589€ gekostet. Dann wurde im Rahmen der „Summer of Rift“ Aktion der Preis auf 449€ gesenkt – nun scheint er dauerhaft auf 399€ gesenkt worden zu sein. Das habe ich zum Anlass genommen, endlich auch zuzuschlagen!

Ich hatte vor anderthalb Jahren als Early Adopter schon das Oculus Rift Developement Kit 2 (DK2) aus den USA bestellt und habe daher schon VR Erfahrungen.

Aber um es vorweg zu sagen:
das Oculus Rift + Touch Bundle als CV1 (Consumer Version 1)  ist nicht mal ansatzweise mit dem alten DK2 zu vergleichen.
Das DK2 hatte nur die Hälfte der Auflösung und keine Kopfhörer sowie eine sehr umständliche Software.

LieferumfangOculus Lieferumfang

Lieferumfang des Oculus Rift + Touch Bundle:
1x Oculus Rift
1x Oculus Touch Controller Set
2x Oculus Sensor
und ein bisschen Zubehör wie ein Reinigungstuch für die Linsen, ein paar Aufkleber und eine Schnellanleitung.

Ich würde dringend empfehlen, das Oculus Rift + Touch Bundle zu bestellen.
Die reine Oculus Rift ohne die Oculus Touch Controller macht keinen Sinn, da die Oculus Touch Controller schon eine sehr sinnvolle Ergänzung sind und die Brille ohne die Controller sogar mehr kostet (warum auch immer).

Übersicht der verschiedenen VR Brillen

Es gibt ja mitlerweile ja relativ viele verschiedene VR-Brillen am Markt.
Zum einen gibt es die drei etablierten Systeme, die da wären:
1. Oculus Rift + Touch Bundle
2. HTC VIVE
3. PlayStation VR – [PlayStation 4]

Zu den etablierten VR-Systemen gesellen sich gerade noch unzählige Windows Mixed Reality Headsets dazu, da Microsoft mit dem neuen Creators Update für Windows 10 die entsprechende Plattform und den Support geschaffen hat.
Alle relevanten VR-Brillen hier aufzuzählen würde keinen Sinn ergeben, daher hier nur die Wichtigsten:
1. Acer Windows Mixed Reality Headset
2. HP Windows Mixed Reality Headset
3. MEDION ERAZER X1000 MR Glasses
4. Lenovo Explorer Virtual Reality Headset

Entscheidungsgrund für das Oculus Rift + Touch Bundle

Die HTC VIVE ist von den technischen Details her gleichwertig zu der Oculus Rift.
Die Auflösung beträgt bei beiden Systemen 2160 x 1200 Pixel.
Die Bildwiederholungsrate liegt ebenfalls bei beiden Systemen bei 90hz und die Datenrate bei 458.2 MPixel/s. Der Einzige Vorteil der HTC VIVE liegt im angeblich etwas besseren Tracking.
Das kann ich soweit nicht bestätigen.

Ich konnte die HTC VIVE zwar nur einmal ca. 15 Minuten testen, aber subjektiv finde ich keinen Unterschied zur Oculus Rift. Auch die grundsätzliche Lösung mit Touch Controller Konzept und externen Sensoren zum Tracking ist gleich.Oculus technical
Der einzige Grund sich gegen die HTC VIVE und für die Oculus Rift zu entscheiden ist der Preis.
Das Oculus Rift + Touch Bundle kostet aktuell 399€, die HTC VIVE mit gleichwertigem Zubehör liegt bei knapp 1000€..
Der Preis war hier also der Hauptgrund.

Die PlayStation VR Brille habe ich nicht in Betracht gezogen, da ich vor allem kein Besitzer der PlayStation 4 Pro Konsole bin. Zudem hat die PlayStation VR Brille ein kleineres Sichtfeld (100° Playstation VR zu 110° Oculus) und eine geringere Auflösung mit nur 1920 x 1080 Pixeln.
Die Datenrate ist mit 186.6 – 248.8 MPixel/s ebenfalls niedriger als die der Oculus Rift.

Zu guter Letzt bin ich natürlich bei der PlayStation VR Brille an die PlayStation 4 Pro Konsole gebunden. Da ich aber ein PC-Fan bin und es hier auch mit Sicherheit in Zukunft mehr (teils kostenlosen) Content gibt, fiel die Entscheidung also hier zugunsten des Oculus Rift + Touch Bundle.

Zu den Windows Mixed Reality Headsets kann man grundsätzlich sagen, dass hier die Zeit noch nicht reif ist. Die Geräte besitzen zwar allesamt Touch Controller sowie ein halbwegs brauchbares Tracking, aber ich bin immer ein Freund davon, mich auf etablierte Lösungen einzulassen.

Und die Homebase der Windows Mixed Reality Geräte sowie der verfügbare Content bzw. die verfügbare Software und Spiele sind einfach noch viel zu gering.
Daher meine Entscheidung gegen die Windows Mixed Reality Geräte.

Hardwarevoraussetzungen für einen VR-fähigen PC

Um VR-Spiele wirklich flüssig spielen zu können, ist ein leistungsfähiger VR-Gaming Computer Pflicht. Einige Hersteller haben sich schon auf solche VR-PC`S spezialisiert.
Ein Einsteigermodell wäre hier ein MSI Nightblade 3 VR7RD-002DE mit einer Nvidia GeForce GTX1070 als Grafikkarte, die ich als Mindestvoraussetzung ansehe.

Wenn man etwas mehr Geld zur Verfügung hat würde ich aber eher zu einem HP OMEN (880-041ng) VR-PC raten. Dieses Beispielmodell hat eine Nvidia GeForce GTX 1080 TI als Grafikkarte, mit der ihr – im Hinblick auf die Zukunft – etwas langfristiger aufgestellt seit.
Meiner bescheidenen Meinung nach sollte man unter der Nvidia GeForce GTX1070 auf keinen Fall anfangen – denn wer will schon mit 15 FPS durch die Gegend ruckeln.
Das wäre der absolute Spaßkiller. Dann lieber etwas sparen und dann richtig machen!

Aufbau und Tipps zur Installation des Oculus Rift + Touch BundleOculus Rift

Nachdem ich das schon hochwertig gestaltete Paket ausgepackt hatte, musste ich hardwareseitig die beiden Sensoren sowie die Brille anschließen.
In die Touch Controller noch eben Batterien einsetzen und fertig.
Wichtig zu beachten für die zukünftigen Käufer einer Oculus Rift ist, dass man wirkliche viele USB 3.0 Ports frei haben sollte. Insgesamt benötigt jeder Sensor einen freien USB 3.0 Port und die Oculus Rift wird neben dem HDMI Anschluss ebenfalls noch einen USB 3.0 Anschluss benötigen.

Tipp 1: Genügend USB-Anschlüsse

Kauft euch gleich ein USB 3.0 Hub (aktiv, also mit externer Stromversorgung) mit dazu, ansonsten bekommt ihr wirklich Probleme mit freien Ports.
Mein Tipp wäre hier das CSL – aktiver Ultra Slim USB 3.0 Hub , da es mit knapp 18€ relativ günstig ist.

Man kann natürlich auch mit einer internen PCIe Express USB 3.0 Controllerkarte arbeiten um den PC mit zusätzlichen internen USB 3.0 Ports zu versorgen.
Hier empfehle ich die CSL – 4-Port USB 3.0 Karte PCIe Express Controllerkarte, da sie ebenfalls mit knapp 16 € sogar noch günstiger als die externe Lösung ist, 4 Ports bietet und ich mit CSL Produkten bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.

Tipp 2: Genügend HDMI Anschlüsse

Wenn ihr wie ich schon euren normalen PC Monitor per HDMI angeschlossen habt, werdet ihr beim Anschluss der Oculus Rift eine böse Überraschung erleben, wenn eure Grafikkarte nicht mindestens zwei HDMI Anschlüsse hat.
Nichts wär ärgerlicher, als wenn man das Stück der Begrierde betriebsbereit vor sich liegen hat und dann feststellt, dass ein Adapter fehlt.

Sollte diese Konstellation bei euch vorliegen (Grafikkarte hat nur einen HDMI Anschluss und der ist schon belegt), dann kauft euch direkt einen DVI auf HDMI Adapter dazu.
Damit kann man die Oculus Rift problemlos an den meistens vorhandenen DVI Anschluss anschließen.
So habe ich es auch gemacht und es funktioniert absolut problemlos.
Ich kann daher dieses Teil hier empfehlen: Ugreen DVI auf HDMI Adapter.

Tipp 3: Setup für 360° Nutzung des ganzen Raumes

Wenn ihr mit der Oculus Rift ein vollständiges Roomscaling, d.h. den ganzen Raum nutzen wollt, dann müsste ihr neben einem zusätzlichen dritten Sensor auch noch die passenden USB 3.0-Verlängerungen mit einplanen. Damit kann der Sensor entsprechend weit weg genug platziert werden.
Hier kann man getrost die Amazon Standardkost nehmen:
AmazonBasics USB 3.0-Verlängerungskabel 3 Meter.

Tipp 4: Die Oculus Rift komplett kabellos betreiben

Seit einiger Zeit gibt es einen ziemlich innovativen Zusatzadapter für die HTC VIVE, den TPCAST Wireless Adapter für HTC VIVE.
Mit diesem kabellosen Zusatzadapter ist es möglich, die HTC VIVE komplett kabellos zu betreiben.
Und das für ca. 5 Stunden lang (danach muss der Akku des TPCAST Wireless Adapter an die Steckdose).
Seit kurzer Zeit gibt es diese geniale Erweiterung auch für die Oculus Rift.

Der TPCAST Wireless Adapter für Oculus Rift ist die Luxus Erweiterung für die Oculus Rift.
In der Praxis haben mich die Kabel nie wirklich gestört.
Hat man aber einen großen Raum und will diesen auch voll nutzen, dann ist man mit dem TPCAST Wireless Adapter für Oculus Rift die Lösung Nummer 1.
Vorausgesetzt natürlich, man hat ein bisschen Kleingeld übrig. Die kanpp 400€ sind schon viel Geld…

Software und Spiele für die Oculus Rift

Mit der Oculus Rift wird eine Menge Software ausgeliefert.
Neben der grundsätzlichen Software Oculus Home, die quasi als Schaltzentrale der VR-Anwendungen dient, kommen bei noch 6 kostenlosen Spiele und Programme mit dazu.

Oculus Rift Software

1. Robo Recall – ein erstklassig umgesetzter First Person VR Shooter.
2. Lucky`s Tale – VR Jump and Run
3. Quill – VR Paint Softwar
4. Medium – Skulpturerstellung in VR
5. Dead and Buried – Western VR Shooter
6. Toybox – VR Experience

Gerade das extra für die Oculus Rift entwickelte Robo Recall ist ein Highlight.
Ich hatte es gerade mal 10 Minuten getestet, da wurde mir klar wie weit sich die VR-Welt weiterentwickelt hatte.
Die Touch-Controller in Verbindung mit der Oculus Rift sind der absolute Wahnsinn.
Oculus Games
Man hat wirklich innerhalb von nur 2-3 Minuten das Gefühl, komplett im Spiel zu sein.
Alle äußeren Einflüsse sind im Nu vergessen und man taucht wirklich förmlich in das Geschehen vollständig ein.
Ich bin richtig in den Schweiß gekommen beim Kampf gegen die Roboter.

Fazit

Die Oculus Rift ist aus meiner (zugegeben subjektiven) Sicht die derzeit beste Option, wenn man sich dazu entscheidet, in die VR-Welt einzutauchen.
Sie bietet mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis und die größte Auswahl an Software.
Zudem hat Facebook die Firma, die hinter der Oculus Rift steht gekauft, was die Zukunft betrachtet nur gut für die Weiterentwicklung sein kann.

Viele kennen schon Videos, in denen man Leute mit den VR-Brillen auf dem Kopf sieht.
Ich habe – bevor ich selber eine VR-Brille auf dem Kopf hatte – immer gedacht: „nagut, du hast halt einen riesigen Monitor vor den Augen – scheint schon cool zu sein“
Doch es geht immens viel weiter:
Nicht das große Sichtfeld macht es einzigartig, sondern das genaue Tracking des Kopfes, bei denen du innerhalb von Minuten die Orientierung im Raum völlig verlierst und mitten ins Spiel eintauchst.

Man dreht sich um und hinter dir ist die andere Straßenseite des Spiels, in dem du dich gerade befindest. Oder du sitzt in deinem Raumschiff und blickst zur Seite und siehst durch das Fenster deines Schiffes in den Weltraum.
Neben dir ziehen die anderen Raumschiffe vorbei und du grinst nur vor Staunen.
Was ich damit versuche zu sagen ist, dass die Immersion so tief ist, dass man es selber ausprobiert haben muss.

Mann kann sich wirklich nicht vorstellen, wie das wirklich auf einen wirkt, wenn man es nicht selbst ausprobiert hat. Solltet ihr eine Anschaffung planen und seit euch nicht sicher, dann schaut im nächsten Elektronikmarkt eures Vertrauens vorbei und testet das Ganze mal.
Ich verspreche euch, ihr werdet überrascht sein, wie immersiv das Erlebnis ist!

Alles in Allem bin ich mit meinem Kauf sehr zufrieden und nutze die Oculus Rift zur Zeit täglich.
Im Moment meistens mit dem Spiel Elite Dangerous.
In Verbindung mit dem dazu passenden Thrustmaster T.Flight Hotas X Joystick kann ich mich wirklich stundenlang im endlosen virtuellen All verlieren.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Test und en Tipps weiterhelfen und euch vielleicht sogar noch ein bisschen die VR-Welt näher bringen.

Wir sehen uns dann vielleicht im virtuellen All

Gruß Hans

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