Neue Cosmic Laufräder von Mavic

Test Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräder

Test Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräder

Ich habe mich nach langem Hin und Her nun endlich für einen brandneuen Laufradsatz entschieden.
Meine Wahl fiel auf die neuen Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräder.
Da ich wenig im Internet zu den Mavic Cosmic Pro Carbon Laufrädern gefunden habe, wollte ich hier mal meine ganz persönlichen Erfahrungen in den Äther pusten.

Lieferumfang:

Die neuen Laufräder wurden bei mir komplett fertig montiert geliefert.
Mit im Lieferumfang enthalten sind:

Erster Eindruck:

Ich persönlich mag das Design der Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräderunglaublich gerne – gerade wegen der hohen und auffälligen Carbonflanken und dem weißen Schriftzug.
Es passt einfach hervorragend zum Rest meines schönen Cube GTC Race agree Rennrads.

Da kommen wir nun auch schon zum eigentlichen Punkt meiner Kaufentscheidung.
Ich habe mir die Laufräder tatsächlich vorwiegend wegen dem schönen Design gekauft!

Viele andere würden jetzt natürlich sagen, dass die Technik wirklich besonders ist (gehe ich gleich noch drauf ein) und die vielen technischen Innovationen diesen Preis von nem knappen Tausender rechtfertigen.

Aber mal ganz ehrlich: Ich finde die Dinger einfach rein aus optischen Gründen extrem reizvoll.
Das Gewicht ist nicht wirklich entscheidend für mich, genauso wenig wie das etwas bessere aerodynamische Verhalten.
Nur um das gleich mal vorweg zu nehmen.

Technische Details:

Wenn man sich die Herstellerseite von Mavic so ansieht, dann wird man überschwemmt mit technischen Wortgebilden, die ich selbst zu 50% kaum verstehen kann.
Daher hier in aller Kürze aufs wesentliche reduziert:

Das Gewicht liegt bei schönen 1650 Gramm pro Laufradsatz.
Ich habs nachgewogen – scheint zu passen (Kofferwaage ist nicht zu 100% genau). Die Laufräder an sich haben eine sehr hohe Flanke, die aus Carbon besteht.
Die Laufräder selbst sind übrigens aus einer speziellen Aluminiumlegierung gefertigt, die angeblich 30% Gewicht einspart.
Scheint auf jeden Fall geklappt zu haben.

Die hohe Carbonflanke fühlt sich ein bisschen wie Plastik an und lässt sich btw. beim Druck mit den Fingern darauf leicht biegen. Im täglichen Fahrbetrieb aber absolut kein Problem. Wollte es nur mal erwähnt haben, da man leicht den Eindruck bekommt, das Carbon an den Seitenflanken wäre massiver.

In den Carbonflanken sind übrigens kleine Löcher eingebaut, damit auftretendes Wasser wieder ablaufen kann. Das wiederum bedeutet, man sollte auf jeden Fall Regenfahrten vermeiden.
Wenn sich Wasser darin sammeln kann, dann mit Sicherheit auch Dreck – und den kriegt man wirklich nur schwierig wieder heraus.

Da ich diese Info bisher in keinem Test der Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräder gefunden habe finde ich das absolut erwähnenswert.
Sollte man sich für diese Laufräder entscheiden, muss man damit leben, dass die Dinger bei Regen halt nicht wirklich empfehlenswert sind.
Also immer schön den Wetterbericht im Auge behalten 😉

Die Speichen würde ich als klassische Messerspeichen bezeichnen, die schön in der Felge mit Nippeln befestigt sind.
Schick, aber nichts Besonderes. Die Bremsflanken jedoch finde ich hier noch wirklich erwähnenswert!

Sie bremsen extrem ruhig (mit meinen Ultegra Bremsen) und ich merke deutlich, dass die Felgen viel effizienter bremsen als meine alten Easton EA 50 Aero Laufräder, die vorher auf dem Rennrad montiert gewesen sind.

Mavic gibt hier ebenfalls eine spezielle Fertigungsweise an.
Die Felgenflanken wurden wohl nochmal „CNC-überdreht“.
OK, passt!

Die beiden Mäntel, die mitgeliefert werden (aber auch einzeln zum nachkaufen erhältlich sind), finde ich wirklich gut. Ich hatte erst überlegt, sie gar nicht zu verwenden, da ich nichts über meine heiß geliebten Continental Grand Prix 4000 S II kommen lasse, aber nach nun knapp 3000 Kilometern habe ich mich dazu entschieden sie weiterzufahren.

Das Gewicht der Mäntel (210g pro Stück) sowie deren Pannensicherheit geben ihnen ihre Existenzberechtigung. Ich kann keinen Nachteil zu den Contis erkennen – also bleiben sie drauf 🙂

Meine Erfahrungen:

Ich habe den Laufradsatz nun seit knapp 3000 Kilometern im Einsatz und bin tatsächlich sehr positiv überrascht.
Die erste Fahrt hatte so ein „wie auf Schienen“ Gefühl bei mir verursacht, da man wirklich etwas stabiler auf den Jungs unterwegs ist.

Die Aerodynamik ist tatsächlich spürbar und vermittelt ein sicheres wie auch etwas peppigeres Fahrgefühl.
Das Einzige, was mich wirklich irritiert hat, ist die laute Hinterradnabe bzw. der Freilauf. Er rattert doch ziemlich laut – man kann einfach mal bei YouTube nach Mavic Cosmic Pro Carbon suchen – dort gibt es passende Videos, wie der Freilauf sich anhört.

Übrigens: Manche finden den Sound auch extrem geil – ist halt Geschmackssache 😉

Ansonsten ist da nur noch wie schon erwähnt die Regenempfindlichkeit zu beachten. Wen das nicht weiter stört (so wie mich) hat einen extrem hochqualitativen Laufradsatz (fürs Leben) gekauft, mit dem ich zumindest jede Menge Spaß habe.

Ich liebe die Optik und freue mich tatsächlich jedes Mal auf den Schätzchen meine Runden zu drehen. Durch das extravagante Design der Mavic Cosmic Pro Carbon Laufräder ist mein Rennrad – trotz der schon IMHO sehr geilen Optik – nochmal deutlich schnittiger geworden.
Und wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist: klar macht die Technik an einem Rennrad eine ganze Menge aus.

Aber wenn ich mein Rad so anschaue, bekomme ich instant Lust damit sofort Gas zu geben. Und das ist parallel zu einer qualitativ hochwertigen Ausstattung mindestens ebenso wichtig (für mich).

Man kann zwar auch viele deutlich günstigere Laufräder mit auffälligen Flanken bekommen, aber die sind zu allermeist wirklich nur China Budget Ware. Wenns also ein wenig extravagant sein soll, dann doch bitte die hier. Solltet ihr euch auch für die Laufräder entscheiden – nicht die schlechteste Wahl meiner Meinung nach 😉

Anbei noch ein paar Fotos – einmal die fertig montierten Laufräder und mein Rennrad mal mit – mal ohne die montierten Laufräder um den optischen Vergleich zu demonstrieren.

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