DIY Retro Arcade Bartop - Plan

Retro Arcade Bartop – DIY Anleitung

Projektbeschreibung:

Davon habe ich schon immer geträumt!
Ein eigener Spielautomat – ein DIY Retro Arcade Bartop, auf dem ich all die alten Klassiker wieder erleben darf, die ich als Kind so geliebt habe.
Mario, Sonic und alle meine anderen treuen Freunde vereint auf einem Gerät.

Anschalten und sofort zocken – das war mein Plan.
Da ich sowieso für den letzten Winter ein Projekt zur Überbrückung bis zur nächsten Rennradsaison gesucht habe, entschloss ich mich die Nummer endlich durchzuziehen.

Ein bisschen durchs Netz gestöbert und schon hatte ich das Projekt fertig geplant (kein Witz – die „erste Projektplanung“ hat keine zwei Tage gedauert).

Ich entschloss mich nach dem Studieren der schon im Netz auffindbaren Anleitungen, das Grundgerüst zusammenzukaufen um direkt loslegen zu können.

Mein Plan war, das ganze auf Basis eines Raspberry PI aufzubauen.
Der Vorteil liegt hier in den geringen Anschaffungskosten und der schon sehr gut als Grundlage nutzbaren Software auf Basis des RetroPie Projektes.

Hier nun meine eigene Anleitung für mein eigenes DIY Retro Arcade Bartop um dem Netz etwas für die viele Hilfe zurückzugeben.

Folgendes habe ich dann (alles beim großen A) geshoppt:

Meine DIY Retro Arcade Bartop Einkaufsliste:

1x Wide Body Bartop Set
1x 2 Player DIY Arcade Kit blue & white
(Meine Variante in blau und weiß scheint gerade ausverkauft zu sein – aber der Hersteller hat noch viele andere im Angebot)
1x Raspberry Pi 3
1x PC – Xbox 360 Wireless Adapter
1x UGREEN HDMI auf VGA kabel Adapter 1080P HDTV Aktiv Audio Übertragung

1x AOC 23 Zoll IPS Monitor
2x alkor DecoDesign Selbstklebefolie schwarz matt
1x 2 Stück Wentronic Lüfter Spannung Adapterkabel
1x ChiliTec Lötset „Study CT-2“
1x Ponal Holzleim Classic

1x Thermaltake PURE 12 LED Lüfter blau
1x NAVILOCK Netzteil ext. 240V > 4-Pin 12V/2A
1x SanDisk Ultra 200GB microSD Karte
1x LEPY Digital-Verstärker

1x Aukru 3set Kühlkörper Heatsinks für Raspberry Pi 3
1x Gehäuse SET für Raspberry Pi 3 mit Lüfter
1x LEICKE Netzteil 5V | 15W | 3000mA |
1x WEDO Skalpell und Ersatzklingen
1x Audel SuperSpeed USB 3.0 Kartenleser
1x Xbox 360 Wireless Controller

Zu dieser Amazon-Einkaufsliste habe ich noch das DIY Retro Arcade Bartop mit individuellen Aufklebern bzw. einem eigenen Design versehen.
Für den verlinkten Bartop-Bausatz bietet der Hersteller Zuschnitt-Vorlagen an – die man dann zum Grafiker der Wahl zusenden kann.

Mein Grafiker hat hier wirklich gezaubert, wie man an den Bildern des Bartops sehen kann.
Ich habe ihm die Bilder die ich haben wollte plus die Zuschnittsvorlage gesendet und heraus kam das fertige Design.
Besten Dank nochmal 😉

I love it!

Der Aufbau des DIY Retro Arcade Bartop:

Da ich mich für ein Bartop-Kit entschieden habe, fiel der Aufbau relativ leicht. Daher verzichte ich hier auf eine sehr detaillierte Beschreibung und werde in Kurzform vorgehen.

Im Prinzip kann man nicht viel verkehrt machen – aber es gibt ein paar Dinge, auf die man unbedingt achten sollte. Man kann das Gehäuse natürlich auch selbst zusammenbauen.

Im Netz gibts ja wirklich genug Pläne zur Vorlage. Ich habe mich ganz bewusst bei meinem Bau dagegen entschieden, da das:
a) eine Höllenarbeit ist und
b) man da wirklich sehr genau arbeiten muss (Löcher fräsen, Metall zuschneiden, etc…) – von daher nä!

Zuerst einmal bekommt man ein wirklich dickes Paket, welches man fein säuberlich auspackt.
In dem Bartop-Kit sind auch alle Zubehörteile (Füße, Boxen, etc…) vorhanden. Dann fängt man mit dem Aufbau an.

Da die Aufbauanleitung sehr gut ist, hab ich beim Zusammenbau keine Probleme gehabt. Einfach zusammenstecken und verleimen – fertig.

Aus meiner Erfahrung sind hier folgende Punkte nicht idiotensicher und daher zu beachten:

1.) Beklebt die Teile vorher mit eurer Designfolie! Wenn alles zusammengebaut ist, wird es wirklich schwer, weil alles schon verleimt und so. Außerdem kommt man nicht mehr ordentlich dran.

2.) Benutzt ein Skalpell für den Ausschnitt der Designfolie.
Ich habe die Teile des Bartop-Kits auf nen Tisch gelegt – die Folie drübergelegt, dann vorsichtig ein Teil der Trägerfolie abgezogen und dann Stück für Stück aufgeklebt.

Ihr solltet euren Grafiker bitten solch eine Vinylfolie zu nutzen – dann gibt es keine Blasenbildung die ihr aufwendig ausrakeln müsst.
Zudem ist die Vinylfolie extrem gut zu verarbeiten und verzeicht wirklich viele Fehler.
Ich habe die beiden Seitenteile mehrmals aufgeklebt, weils manchmal schief geworden ist – war überhaupt kein Problem.

Als der grobe Aufbau stand, habe ich die Boxen eingebaut und mit Boxenkabeln verlötet.
Die Boxen waren beim Bartop-Kit dabei, Boxenkabel hatte ich rumliegen und den passenden Verstärker habe ich ja verlinkt.

Dann habe ich den Monitor eingesetzt (auch alles kein Problem, da alles passend am Bartop-Kit vorbereitet ist) und alles mit dem Raspberry Pi verbunden.

Ich habe ein HDMI-Konverter Kabel genutzt, da ich das Audio-Signal aus dem HDMI Signal extrahieren wollte. Der Sound vom Klinkenanschluss des Raspberry Pi hört sich grauenhaft an. Es gibt ein paar Vögel, die bauen sowas mit dem Klinkenanschluss – ich kann davon nur dringend abraten.

Nach den Boxen und den Monitorkabeln hab ich die Joysticks in das Bedienfeld eingebaut und angeschlossen. Sieht alles furchtbar kompliziert aus – ist aber kinderleicht. Einfach alle Kabel an den Joysticks / Buttons anklemmen und dann auf den passend beschrifteten Boards aufstecken.

Sieht wirklich wild aus – aber wie gesagt kinderleicht. Die Boards werden dann an den Raspberry Pi per USB angeschlossen – und schon sind die Eingabegeräte auch erledigt.

Die Beleuchtung ist übrigens in dem Set ebenfalls enthalten – aber es ist nur eine LED-Leiste ohne Stromanschluss. Für die Leiste sowie den Lüfter habe ich das in der Einkaufsliste verlinkte Netzteil benutzt, was im Prinzip wie ein PC Netzteil funktioniert.

Tipp: nicht den Gehäuselüfter des Raspberry Pi Case da anklemmen – der wird direkt auf dem Raspberry PI per GPIO Port angeschlossen. Das Netzteil liefert 12V – da drhet der kleine 5V Gehäuselüfter im wahrsten Sinne des Wortes durch – das dann aber nicht allzu lange 😉

Der Externe Stromanschluss war ein bisschen frickelig – da hab ich nen Elektriker-Kumpel gefragt, der hat mir da für die interne Stromversorgung eine 6-Fach Steckdosenleiste eingebaut.
Extern wird das Bartop dann ganz normal mit einem Kaltgerätekabel mit der Steckdose verbunden.

Den Gehäuselüfter habe ich in die Rückwand mit Heißkleber einfach eingeklebt. Das Loch für den 120mm Lüfter ist ja schon schön passend vorgebohrt im Bausatz. Mann kann das Bartop dann bequem am Schalter auf der Rückseite anschalten.

Der Raspberry PI wird einfach ins das Gehäuse gesteckt, Lüfter aufgeschraubt, Micro-SD Karte rein, Strom dran – das wars.

Zum guten Schluß noch innendrin alles verkabelt, angeschlossen und ein Schloss in die Rückwand eingebaut um auf der Rückseite die Wartungsklappe sauber zu verschließen.
Fertig war der Aufbau 😉

Übrigens habe ich im Inneren auf eine saubere Verkabelung verzichtet – es sind wirklich so viele Kabel – ich glaube das hübsch zu machen hätte Jahre in Anspruch genommen und man siehts ja eh nicht…

Hier dann die Bilder des IMHO schönsten DIY Retro Arcade Bartop der Welt 😀

Nachbau dringend empfohlen 😉 Es macht Hölle Spaß!

Grüße

Hans

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